Zadar

Blick auf das historische Forum in Zadar © Tupungato - Fotolia.com

Blick auf das historische Forum in Zadar
© Tupungato – Fotolia.com

Die idyllische Hafenstadt Zadar liegt im südlichen Teil Kroatiens und kann dank ihrer langjährigen, bewegten Geschichte, ein reichhaltiges Kulturerbe aufweisen. Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass insbesondere Kulturliebhaber von der Stadt an der Mitteladria scheinbar magisch angelockt werden. Bereits der Anblick der Stadt verzaubert dank intensiver Farben sowohl Besucher als auch Einheimische gleichermaßen: Unter einem meist strahlend blauen Himmel erstreckt sich das türkisblaue, kristallklare Meer über das sich sanft die Äste intensivgrüner Kiefern und Olivenbäume neigen. Vor dieser Kulisse erheben sich anmutig weiß getünchte Gebäude und Denkmäler, die das einzigartige Bild der Stadt prägen. Dieser paradiesisch anmutende Küstenort ist die ideale Destination für all diejenigen, die sich nach einem Reiseziel in einer naturschönen Umgebung sehnen, in der sie sowohl einen erholsamen Badeurlaub wie auch zahlreiche Sightseeing- und Unterhaltungsangebote genießen können.

 

Zahlen und Fakten

Staat: Kroatien
Gespanschaft: Zadar
Einwohnerzahl: 75.062
Fläche: 194 km²
Telefonvorwahl: (+385) 023
Postleitzahl: 23000
Kfz-Kennzeichen: ZD

 

Geschichte

Zadar ist eine altehrwürdige Stadt, deren Anfänge bis in das 4. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen. Zu dieser Zeit war der Ort als Siedlung des illyrischen Stammes der Liburnen noch unter dem Namen Jader bekannt. Im Laufe der Zeit änderte sich der Name der Stadt von Jader über Idassa, Jadera, Diadora und Zara bis hin zur heutigen Bezeichnung Zadar.

Um das Jahr 59 v. Chr. fiel die Stadt unter römische Herrschaft und wurde in den folgenden Jahren zur römischen Kolonie ernannt. Während dieser Zeit erhielt die Stadt ein symmetrisch angeordnetes Straßennetz, in dessen Zentrum ein Hauptplatz-Forum mit umliegendem Kapitol und Tempel errichtet wurde. Zu Beginn des 9. Jahrhunderts diente die Stadt Zadar als Residenz für den Bischof Donatus und den byzantinischen Führer Paulus. In jene Zeit fällt auch der Bau der berühmten Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, die heute als St. Donatus bekannt ist und das Wahrzeichen der Stadt Zadar darstellt.

Im Jahre 1202 fielen Kreuzritter und Venezianer in die Stadt an der kroatischen Mitteladria ein, brannten sie nieder, um anschließend hier sesshaft zu werden. Hieran schloss sich eine produktive Bauphase an, in welcher die ersten gotischen sakralen Bauten Dalmatiniens, darunter St. Dominik und St. Franziskus, erbaut wurden.

Das 15. und 16. Jahrhundert war vor allen Dingen geprägt durch bedeutende Umbrüche innerhalb der hiesigen Literaturlandschaft. So begannen berühmte kroatische Schriftsteller, wie Brne Karnarutić, Šime Budinić und Petar Zoranić, Texte in ihrer kroatischen Volkssprache zu verfassen.
Nach Beendigung der venezianischen Herrschaft kam die Stadt Zadar gegen Ende des 18. Jahrhunderts in österreichische Regierung. Doch bereits einige Jahre später musste Österreich die Stadt an Frankreich abtreten. Unter französischer Herrschaft wurde zum ersten Mal eine Zeitung in kroatischer Sprache publiziert.

Im Jahr 1813 ging die Stadt nach einigen kriegerischen Auseinandersetzungen wieder in österreichischen Besitz über. Doch nach Beendigung des Ersten Weltkriegs fiel Zadar unter italienische Führung. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile der Küstenstadt durch Luftangriffe der Alliierten zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Zadar der Republik Kroatiens innerhalb des einstigen Jugoslawien zugesprochen.
Heute präsentiert sich die Stadt Zadar als malerischer Küstenort im Herzen Norddalmatiens, in dem historische Ereignisse dank des mannigfaltigen Kulturerbes erlebbar werden.

 

Das kulturelle Erbe der Stadt – eine Symbiose zwischen Historie und Moderne

In Zadar wird ein Bummel durch die engen, pittoresken Straßen und Gassen der historischen Altstadt im Nu zu einem faszinierenden Spaziergang durch die bewegte 3000-jährige Geschichte des idyllischen Küstenorts. Denn dank der vielen archäologischen Schätze aus der Zeit der Antike, des Mittelalters sowie der Renaissance und der Moderne wird die Vielfalt der hiesigen (Architektur-) Geschichte direkt erlebbar. Hierbei nimmt die Vielzahl historischer Sakralbauten eine besondere Stellung ein. Denn in Zadar lassen sich zahlreiche Kirchen finden, anhand derer man die Bauweisen der unterschiedlichen Architekturepochen erkennen kann. Hierzu zählt zum Beispiel die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kathedrale der Heiligen Anastasia, die gotische Kirche des Heiligen Dominik sowie die im frühromanischen Stil erbaute Kirche der Heiligen Maria.

Neben den vielen sakralen Bauten gehört aber auch das in römischer Zeit erbaute Forum zu den besonderen Highlights des kulturellen Erbes der Stadt. Das Forum war in den Städten des römischen Reiches ein zentraler Marktplatz, auf dem sich der Großteil des öffentlichen Lebens abspielte. Ursprünglich befand sich im südwestlichen Teil des Forums in Zadar ein etwa zwei Meter erhöhtes Kapitol, in dem ein Tempel stand. Hiervon ist heute lediglich ein gigantischer Pfeiler erhalten geblieben, der als sogenannte „Schandsäule“ bekannt war.

Im Zeitalter der Renaissance entstand jedoch ein neuer Volksplatz, der sogenannte Narodni trg, der von da an bis in die heutige Zeit das Zentrum des öffentlichen Lebens bilden sollte. Zu den ursprünglichen Renaissance-Bauten zählt unter anderem das 1562 errichtete Gebäude der Stadtwache (Gradska straza) an der Nordseite des Narodni trg. Direkt daneben befindet sich die berühmte Laurentiuskirche, deren Grundmauern jedoch aus dem 11. Jahrhundert stammen und somit die Zeit der Frühromanik widerspiegeln.

Gruss an die Sonne © deviantART - Fotolia.com

Gruss an die Sonne
© deviantART – Fotolia.com

Ein weiteres wichtiges Überbleibsel der Vergangenheit stellt das imposante Landtor am malerischen Hafen Foša dar. Das 1543 unter Leitung des Architekten Michele Sanmicheli errichtete Landtor erfüllt mit seiner Form eines Triumphbogens mit drei Toren die wesentlichen Charakteristika des Renaissancestils. Über dem mittleren Torbogen erhebt sich eine monumentale Löwenfigur, die von beiden Seiten von dem Wappen der Stadt Zadar und dem Wappen der Republik Venedig flankiert wird.

Aus jüngerer Zeit stammt die berühmte Meeresorgel, nahe der Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe an der städtischen Uferpromenade. Die im Jahr 2005 nach den Plänen des Architekten Nikola Bašić erbaute Meeresorgel gleicht in ihrem Aussehen einer eigenwilligen Küstenformation, von der flache, gradlinig geformte Stufen direkt ins Meer hinunterführen. Unterhalb dieser Treppen sind auf der Höhe des niedrigsten Wasserstandes 35 unterschiedlich lange und breite Rohre angebracht. Auf diesen Rohren sind wiederum Pfeifen, sogenannte Labien, befestigt. Der durch den Druck der Wellen entstehende Luftdruck bewirkt schließlich das Erklingen eines einmaligen Naturorchesters aus sieben Akkorden in fünf Tönen, das sich in Verbindung mit dem Rauschen des Meeres zu einem harmonischen Ganzen vereint. Ganz in der Nähe der bekannten Meeresorgel befindet sich ein weiteres Meisterwerk des Architekten Nikola Bašić. Dieses Kunstwerk mit dem Namen „Gruß an die Sonne“ wurde in Anlehnung an ein Amphitheater konzipiert. Die kreisförmige, 22 Meter große Hauptscheibe setzt sich aus dreihundert mehrschichtigen, farbigen Glasplatten zusammen. Pünktlich zum Sonnenuntergang beginnen die Beleuchtungselemente im Kreis an zu leuchten und erzeugen somit während der Abendstunden ein faszinierendes Farb-und Lichtspiel, das sich an den Rhythmus des Meeresrauschen und die klangvolle Melodie der Meeresorgel anlehnt.

 

 

Zadar für Abenteuerlustige und Erlebnishungrige

Um die Stadt Zadar herum erstreckt sich eine atemberaubend schöne Naturlandschaft. Dank der unmittelbaren Nähe zum Meer kann der idyllische Küstenort mit einer Vielzahl herrlicher Strände aufwarten, an denen sich große und kleine Wasserratten vergnügen können. An den beliebten Stadtstränden, wie Borik und Kolovare, wird den Besuchern nicht nur ein Küstenpanorama aus türkisblauem Meer vor weißem Kieselstrand, sondern auch ein reichhaltiges Angebot an Sport-Freizeitaktivitäten geboten. Zusätzlich locken Restaurants und Cafés mit einem reichhaltigen Angebot kulinarischer Köstlichkeiten.

Traumhaft schöne Bucht in Zadar © FreshPaint - Fotolia.com

Traumhaft schöne Bucht in Zadar
© FreshPaint – Fotolia.com

Alle, die auf der Suche nach einsamen Stränden sind, können auf den vorgelagerten Inseln und in den kleinen Orten der Riviera fündig werden. Hier kann man an kleinen, abgelegenen Buchten die paradiesische Schönheit der hiesigen Natur genießen und ganz entspannt die Seele baumeln lassen.

Sogar all diejenigen, die gerne einmal in die Tiefen des Meeres abtauchen wollten, kommen in Zadar voll auf ihre Kosten. In den umliegenden Tauchzentren können Interessierte Tauchkurse belegen und dabei die farbenprächtige Unterwasserwelt der Adria hautnah erleben.

Doch auch abseits der Strände, lassen sich zahlreiche Möglichkeiten finden die Gegend rund um Zadar zu genießen und auszukundschaften. So lässt sich auf angelegten Wanderwegen entlang der Riviera, über die vorgelagerten Inseln und durch das Hinterland die traumhafte Landschaft der Region erkunden. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist ein Besuch der nahegelegenen Natur-und Nationalparks, in denen man nicht nur die Schönheit der Pflanzenwelt, sondern auch einheimische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung bestaunen kann.