Pula

Blick auf die Stadt Pula  © Dario Bajurin - Fotolia.com

Blick auf die Stadt Pula
© Dario Bajurin – Fotolia.com

Der malerische Küstenort Pula gilt als die größte und älteste Stadt der Region Istrien. Besucher der Stadt können hier ein harmonisches Zusammenspiel aus kulturellen Sehenswürdigkeiten, traumhaften Badeständen und zahlreichen Freizeitmöglichkeiten entdecken. Auf diese Weise präsentiert sich die maritime Küstenstadt als ideale Destination für all diejenigen, die sich nach einem erholsamen Badeurlaub gepaart mit einem abwechslungsreichen Angebot an touristischen Attraktionen sehnen.

Zahlen und Fakten

Staat: Kroatien
Gespanschaft: Istrien
Einwohnerzahl: 57.053
Fläche: 70 km²
Telefonvorwahl: (+385) 052
Postleitzahl: 52100
Kfz-Kennzeichen: PU

 

Geschichte

Die Anfänge der Stadt Pula werden ungefähr auf das 10. Jahrhundert vor Christus datiert. In dieser Zeit wurde das Gebiet erstmals von dem illyrischen Stamm der Histri besiedelt. Um das Jahr 177 v. Chr. eroberten die Römer die Siedlung und nannten sie unter dem Status der römischen Kolonie Colonia Pietas Iulia Pola. Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus entstanden schließlich wertvolle Gebäude und Denkmäler, von denen ein Teil bis heute erhalten geblieben ist. Das bekannteste unter ihnen ist das im Zuge des 1. Jahrhunderts errichtete Amphitheater. Daneben finden sich noch andere interessante Sehenswürdigkeiten aus der Zeit des römischen Reiches, wie zum Beispiel der Augustus-Tempel, sowie Teile der Stadtmauer und der Triumphbogen der Familie Sergei.

Nach dem Niedergang des Weströmischen Reiches im 5. Jahrhundert nahmen zunächst die West-später die Ostgoten die Stadt in Besitz. Im Zuge dieser Herrschaft wurde die Stadt erweitert und erhielt dadurch eine bedeutende militärische Rolle während der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Goten und dem byzantinischen Heer. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts stießen die Slawen immer weiter in istrische Gebiete vor, konnten die hiesigen Küstenstädte, wie die Stadt Pula, jedoch nicht einnehmen. Nach dem Zerfall der byzantinischen Herrschaft fiel Pula im 11. Jahrhundert unter die Befehlsgewalt der venezianischen Regierung. Bis zum Niedergang der Republik Venedig im Jahr 1797 blieb Pula unter venezianischer Herrschaft. Anschließend wurde die Stadt Teil des österreichischen Staatswesens. Nachdem 1867 die österreich-ungarische Doppelmonarchie begründet wurde, nahm Pula schließlich als Hauptkriegshafen der hiesigen Marine eine bedeutende Rolle ein.

Im Zuge des Ersten Weltkriegs verlor die österreich-ungarische Regierung die Befehlsgewalt über Pula an Italien. Nach Beendigung des Krieges wurde schließlich gemäß des Vertrags von Saint-Germain und weiterer Friedensverträge das gesamte istrische Gebiet Italien zugesprochen.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt von jugoslawischen Truppen eingenommen und daraufhin der jugoslawischen Republik Kroatien zugesprochen. Erst im Jahre 1991 konnte sich Pula, sowie der gesamte kroatische Staat, von der jugoslawischen Herrschaft lösen und somit Souveränität erlangen.

 

Pulas kulturelle Facetten

Die langjährige und ereignisreiche Geschichte der Stadt Pula brachte einige faszinierende Bauwerke und Denkmäler aus unterschiedlichen Epochen hervor. Ein großer Teil dieser historischen Gebäude ist bis heute erhalten geblieben und wird von Besuchern ebenso wie von Einheimischen regelmäßig bewundert. Zu den bekanntesten und bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört das während der römischen Antike errichtete Amphitheater, das in seinem Aufbau stark an das berühmte Kolosseum in Rom erinnert.

Amphietheater in Pula © LianeM - Fotolia.com

Amphietheater in Pula
© LianeM – Fotolia.com

In der Mitte der Arena befindet sich der Kampfplatz, in dem während des römischen Zeitalters Gladiatorenkämpfe veranstaltet wurden. Auch heute findet der weitläufige Platz der Arena seine Verwendung, jedoch nicht als Austragungsort blutiger Kämpfe, sondern als Schauplatz für Konzerte, Filmfestivals und Theateraufführungen. Umgeben von den historischen Mauern wird jede Veranstaltung, aufgrund dieses einzigartigen Ambientes, zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Ebenfalls aus römischer Zeit stammt der berühmte Augustustempel auf dem Forumsplatz, unweit der beliebten Einkaufsstraße Flanaticka. Erbaut wurde der Tempel zwischen dem 2. und 14. Jahrhundert und war, wie der Name bereits vermuten lässt, dem Kaiser Augustus, aber auch der Göttin Roma gewidmet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Tempel während eines Bombardements fast vollständig zerstört. Doch infolge sehr aufwendiger Restaurierungsarbeiten konnte das ursprüngliche Aussehen des Tempels weitestgehend rekonstruiert werden.

Eine weitere Reminiszenz an die bewegte Vergangenheit der Stadt Pula stellt der reich verzierte Triumphbogen, der auch das „Goldene Tor“ genannt wird, im Zentrum der Altstadt dar. Zwischen den Jahren 29 – 27 v. Chr. von der angesehenen Beamtenfamilie Sergei erbaut, schloss sich das imposante Bauwerk ursprünglich an das Stadttor Porta Aurea an. Im Zuge urbaner Umbaumaßnahmen im 19. Jahrhundert wurde jedoch das Stadttor samt Stadtmauer zerstört. Lediglich der Triumphbogen blieb von dem ursprünglichen Bauensemble bis in die Gegenwart erhalten. Heute dient der Bereich rund um den Triumphbogen als malerische Kulisse für kulturelle Veranstaltungen, wie beispielsweise Theaterinszenierungen oder Konzerte. Neben den genannten Kulturdenkmäler lassen sich noch zahlreiche andere Bauwerke, darunter die spätromanische Franziskanerkirche und die aus dem 17. Jahrhundert stammende Festung Kastell, finden, anhand derer die bewegte Stadtgeschichte anschaulich erlebbar gemacht wird.

 

Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung

Auch außerhalb der historischen Altstadt von Pula gibt es viel Sehenswertes zu entdecken. So gibt es für Bewegungshungrige zahlreiche Fahrradwege und Wanderrouten auf denen man die Gegend rund um die Stadt Pula erkunden und dabei die Schönheit der Region genießen kann. Ein geeignetes Ziel für eine ausgedehnte Fahrradtour könnte zum Beispiel das beliebte Ausflugsziel Kap Kamenjak an der Südspitze Istriens sein. Das unter Naturschutz stehende Gebiet ist auch unter dem Namen „Punta“ bekannt und gerade einmal ca. 13 Kilometer von Pula entfernt. Hier findet man entlang der zerklüfteten Küstenlinie zahlreiche atemberaubend schöne Buchten, an denen Besucher sich im kristallklaren Wasser abkühlen und am weißen Feinkieselstrand in aller Seelenruhe ein ausgiebiges Sonnenbad genießen können. Doch nicht nur sportliche Reisende können in den Genuss dieser Buchten kommen. Die meisten dieser paradiesischen Wohlfühloasen können ganz bequem mit dem Auto erreicht werden. Einige von ihnen sind etwas versteckt hinter kleinen Waldabschnitten zu finden.

Eine ebenso überwältigend schöne Landschaft lässt sich bei einem Besuch des Nationalparks Brijuni entdecken. Entlang der istrischen Südwestküste erstreckt sich hier eine beeindruckende Inselgruppe, bestehend aus insgesamt 14 Inseln. Zusätzlich zu dieser paradiesisch anmutenden Umgebung bekommen die Besucher auch noch zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung geboten. Dank der guten Fährverbindungen in Pula kann das Inselarchipel beinahe jederzeit und ganz problemlos erreicht werden.

 

Strandurlaub und Wassersport in Pula

Aufgrund der vielen malerischen Strände ist die Stadt Pula ein allseits beliebter Badeort. Hier können alle Wassernixen und Wassermänner ein erfrischendes Bad im azurblauen Meer nehmen und sich anschließend auf dem weißen Kieselstrand oder den betonierten Badeplateaus von der Sonne wärmen lassen. Für den kleinen Hunger zwischendurch, finden sich in unmittelbarer Strandnähe Cafés und Restaurants, in denen man sich zwischen verschiedenen kulinarischen Leckerbissen entscheiden kann.

Paradiesischer Badestrand in Pula  © jakazvan - Fotolia.com

Paradiesischer Badestrand in Pula
© jakazvan – Fotolia.com

Auch alle Freunde des Wassersports kommen bei einem Besuch der hiesigen Strände voll auf ihre Kosten. Egal ob auf dem Surfbrett, dem Jetski oder dem Bananenboot, die Strände rund um Pula bieten diverse Möglichkeiten, mit denen man auf den Wellen des Meeres reiten kann. Für diejenigen, die lieber unter Wasser unterwegs sind, hält der malerische Küstenort diverse Tauchschulen bereit. In Begleitung professioneller Tauchlehrer können sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sich in die Tiefen des Meeres begeben und dabei den Lebensraum farbig leuchtender Korallen, schillernder Fische und außergewöhnlicher Pflanzen entdecken.