Cres

 

Beli auf Cres ©-rmaiajr-Fotolia.com

Beli auf Cres
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Auch wenn Cres zusammen mit Krk die größte Insel vor der kroatischen Adriaküste darstellt, weist sie nur eine relativ dünne Besiedelung auf. Etwas mehr als 3.000 Menschen leben auf der über 400 Quadratkilometer großen Insel, was eine Bevölkerungsdichte von nur acht Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Zum Vergleich hierzu leben auf der Insel Krk, die ebenso groß ist, mit rund 17.000 Einwohnern ungefähr sechsmal so viele Menschen wie auf Cres.

Cres vereinigt rustikalen Charme und mediterranes Flair.

Der Grund dafür könnte die etwas raue und sehr natürliche Landschaft sein, die sich über Cres ausbreitet. Zerklüftete Küstenabschnitte, kleinere Buchten, aber auch bergige Gebiete mit weitreichenden verkarsteten Flächen mögen auf den ersten Blick etwas ungemütlich wirken, verbreiten bei genauerem Hinsehen aber einen rustikalen Charme. Doch auch abgesehen vom landschaftlichen Reiz hat Cres für Besucher aus aller Welt jede Menge zu bieten, wie nachfolgend verdeutlicht werden soll.

Zahlen und Fakten

Staat: Kroatien
Gespanschaft: Primorje-Gorski kotar
Einwohnerzahl: ca. 3.000
Fläche: ca. 405 km²
Größte Ortschaft: Cres
Küstenlänge: ca. 268 km

Lage, Geografie und Klima

Cres liegt vor dem nördlichen Teil der kroatischen Adriaküste, in der Kvarner Bucht, vor der Halbinsel Istrien. Die Insel ist an der längsten sowie der breitesten Stelle ungefähr 66 Kilometer lang bzw. 12 Kilometer breit. Der südliche Teil der Insel ist mit der benachbarten Insel Lošinj über eine Drehbrücke verbunden.

Cres ist eine besonders bergige Insel mit steilen Felswänden und zerklüfteten Küstenabschnitten. Der höchste Gipfel mit dem Namen Gorice ragt ganze 648 Meter in die Höhe und befindet sich auf der nördlichen Hälfte der Insel. Insgesamt lässt sich feststellen, dass der südliche Teil von Cres weniger bergig und felsig ist als der nördliche Teil, weshalb sich gerade auch in den südlichen Gebieten viele Städte und touristische Zentren etabliert haben. Im mittleren Teil der Insel sind dagegen vor allem Weideland sowie Olivenhaine angesiedelt, während der nördliche, rauere Teil der Insel zum großen Teil bewaldet ist.

Die einzelnen Regionen auf Cres weisen unterschiedliche landschaftliche Charakteristika auf.

Zahlreiche Seen auf der Insel sind nicht nur beliebte Ausflugsziele sondern auch für die Süßwasserversorgung der Einwohner zuständig. Deshalb darf beispielsweise der Vrana-See, der eine Fläche von mehr als fünf Quadratkilometer groß ist, nicht betreten werden. Bereits das Seeufer ist für die meisten Menschen eine Tabuzone, da eine Verschmutzung des Sees weitreichende Folgen für die Trinkwasserversorgung der Menschen auf Cres mit sich bringen würde. Dabei stellt der Vrana-See im Grunde genommen eine Art Naturspektakel dar, da seine Wasseroberfläche oberhalb der Oberfläche des umliegenden Meeres liegt, wohingegen sein Grund unterhalb der Meeresoberfläche liegt.

Wetter und Klima auf Cres werden deutlich durch die spezifische Lage sowie die Beschaffenheit der Insel mitbestimmt. Die hügelige Landschaft im Norden fängt beispielsweise viel Wind ab, der die südlichen Teile der Insel so nicht erreicht. Während es also im Norden der Insel auch hin und wieder im Winter zu Schnee kommen kann, sind die südlichen Inselteile meist vor allzu extremen Wetterschwankungen geschützt. Alles in allem existiert auf der Insel eine durchschnittliche Temperatur von 24 Grad Celsius im Sommer, wobei die Wassertemperatur hin und wieder sogar auf bis zu 25 Grad Celsius steigen kann. Die Winter sind oftmals mild wodurch sich eine durchschnittliche Temperatur von etwas mehr als 14 Grad Celsius als Jahresmittel ergibt.

Flora und Fauna auf Cres

Gänsegeier ©-Jearu-Fotolia.com

Gänsegeier
©-Jearu-Fotolia.com

Auf Cres findet sich das typische mediterrane Buschwerk, das auch auf dem kroatischen Festland überall zu entdecken ist. In den nördlichen Teilen von Cres findet sich darüber hinaus verschiedene Eichenarten, rund um den Vrana-See hingegen wachsen zahlreiche Fichten.

Hinsichtlich der Flora hat die Insel Cres ein besonderes Highlight zu bieten, denn dort lebt seit vielen Jahren eine Kolonie wilder Gänsegeier, die sich in vielen Teilen Europas nur noch selten in freier Wildbahn auffinden lassen. Auch für Angler bieten die Seen auf Cres sowie die verschiedenen kleinen Buchten zahlreiche Möglichkeiten, um sich auszutoben.

 

 

Ortschaften und Sehenswürdigkeiten

Auf Cres existieren viele größere und kleinere Ortschaften, die sich prinzipiell über die gesamte Insel verteilen. Die größte Stadt ist Cres, die gleichzeitig auch die Inselhauptstadt ist und den Namen der Insel in sich trägt. In Cres wohnt ein Großteil der gesamten Einwohner der Insel und bildet so bildet die Stadt auch aus touristischer Sicht das Zentrum der Insel.

Cres verfügt über die größte Einwohnerzahl auf der Insel

Cres liegt im nördlichen Teil der Insel und bietet einen Hafen mit Bootsanleger sowie viele kleinere Buchten und Strände in der unmittelbaren Umgebung. Die kleinen und schmalen Gassen der verwinkelten Altstadt laden zu gemütlichen Erkundungstouren und Spaziergängen ein, auf denen sich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entdecken lassen. So finden sich in Cres beispielsweise die Pfarrkirche der Hl. Maria Schnee, die noch aus dem 16. Jahrhundert stammt, oder die Kirche Hl. Isidor, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde.

Lubenice auf Cres ©-LianeM-Fotolia.com

Lubenice auf Cres
©-LianeM-Fotolia.com

Lubenice dagegen erweist sich als ungleich kleinerer und dafür umso beschaulicherer Ort, der auf einem hohen Felsen thront und aus historischer Perspektive über eine besonders reichhaltige Geschichte verfügt. Im Mittelalter beispielsweise galt Lubenice als Ortschaft, die gerade aufgrund des weitreichenden Blicks über das Meer bedeutende Vorteile verschaffte. Heute ist Lubenice eine winzige Gemeinde, in der die Straßen keine Namen haben, weil alles derart übersichtlich gestaltet ist, sodass ohnehin jeder jeden kennt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie etwa die mittelalterliche Festung oder die Überreste von Stadtmauer und Stadttor laden zu Erkundungstrips ein, welche am Abend gerade im Sommer auf einem der zahlreichen Musikfeste ausklingen können. Unterhalb von Lubenice findet sich außerdem eine Bucht mit einem wunderschönen Strand, der schon mehrfach von verschiedenen Testportalen ausgezeichnet wurde.

Touristen und Reisende, die sich für die Fischerei interessieren, können dagegen in Valun voll auf ihre Kosten kommen. Dieses beschauliche kleine Fischerdorf lebt von der Fischerei und den Touristen, die sich ab und zu hierher verirren und einen entspannten Tag an den malerischen Buchten verbringen. Besonders hervorzuheben sind in Valun die vielen kleinen Restaurants, die fangfrische Meeresfrüchte und erlesene Fisch auf die Teller bringen.

Für Familienurlaub eignet sich dagegen die Ortschaft Beli im nördlichen Teil der Insel Cres besonders gut. Geschützte Buchten und Strände finden sich in der direkten Umgebung. Aber auch zahlreiche Wanderwege, die von Beli aus in ansprechende Landschaft hineinführen, wissen es Reisende zu begeistern. Das Ökozentrum „Caput Insulae“ beschäftigt sich intensiv mit dem Schutz der Gänsegeier sowie des Waldes Tramuntana. Verschiedene Sehenswürdigkeiten wie etwa die diversen romanischen und gotischen Kirchen wissen auch kulturell Interessierte zu begeistern.